Sommernachtfest 2024

Bei angenehmen Temperaturen konnte am Freitag, 27. Juni 2024 die Freiwillige Feuerwehr ihr Sommernachtfest starten. Für die zahlreichen Gäste spielte die „Hobercha Feierwehrkapell’n“ zünftig auf. Und auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: In einem selbst gebauten Smoker wurde Pulled Pork zubereitet auch die guten fränkischen Bratwürste wurden fachmännisch auf einem Holzkohlengrill zubereitet. Gegen den Durst und zur inneren Abkühlung gab es Bier, Limonaden und Sprudel. Ein besonderes Highlight erlebten die Besucher, als bei Einbruch der Dunkelheit die „eiserne Laterne XXL“, ein Jubiläumsgeschenk der Partnerfeuerwehr Hohenberg a.d. Traisen, angezündet wurde. Hell leuchteten da im Feuerschein die Wappen beider Feuerwehren auf. So ein Fest festigt die Kameradschaft und soll auch ein Dank sein für das großartige ehrenamtliche Engagement aller Aktiven, wie Vorstand Dominik Herzog in seiner Begrüßung erwähnte.

Kaffeekränzchen

Jahreshauptversammlung 2024

Der Vorsitzende der Feuerwehr konnte zur Jahreshauptversammlung in der Turnhalle neben den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr die Vertreter der Landkreisfeuerwehr unter Leitung von Kreisbrandrat Schletz sowie Abordnungen der Nachbarfeuerwehren begrüßen. Ein besonderer Gruß galt dem Ehrenlandesfeuerwehrrat Helmut Warta von der Partnerfeuerwehr aus dem niederösterreichischen Hohenberg a.d. Traisen.

Herzog freute sich, dass der Mitgliederstand mit 261 konstant geblieben ist. Der teilt sich auf in 48 aktiv Dienstleistende, 8 Jugendliche, 16 Löschzwerge sowie 58 passive und 131 fördernde Mitglieder. Die Feuerwehr ist ist neben ihren Sicherheitsaufgaben auch im öffentlichen Leben aktiv. So konnte nach zweijähriger Coronapause wieder ein Kinderfasching organisiert werden. Die zum „Ballsaal“ umfunktionierte Fahrzeughalle war brechend voll. Aber Neben Kaffeekränzchen und Sommernachtfest war das 150-jährige Jubiläum das Highlight des Jahres. Auch ein Besuch der Partnerfeuerwehr in Hohenberg a.d. Traisen stand auf dem Programm.

Kommandant Florian Korb blickte auf ein durchschnittliches Einsatzjahr zurück. Die insgesamt 48 Einsätze, davon 8 Brände und 29 technische Hilfeleistungen sowie 11 sonstige Tätigkeiten und 4 Sicherheitswachen wurden von 48 aktiv Dienstleistenden in 1086 Stunden bewältigt. Die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger haben 23 Aktive absolviert und ebenso viele sind als Maschinisten ausgebildet. Unter den Aktiven sind 2 Notfallsanitäter, 1 Rettungsassistent, 4 Rettungssanitäter und 1 Rettungshelfer. Somit ist die Feuerwehr auch auf dem medizinischen Sektor bestens aufgestellt. Die fortschreitende Technisierung aber auch der Klimawandel erfordern eine ständige Anpassung der Bekämpfungsmaßnahmen und damit eine entsprechende Fortbildung. So nahm Kommandant Korb an einen Waldbrandworkshop der tschechischen Feuerwehren teil. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den tschechischen Wehren bezeichnete er, trotz der Sprachbarriere, als ausgezeichnet.  Weiter konnte ein Teil der Mannschaft im VW-Werk in Zwickau an modernen Rohkarossen von Pkw üben.

Von den Brandeinsätzen sind der Dachstuhlbrand in Selb, wo die hohenberger Wehr mit 12 Atemschutzgeräteträgern vor Ort war und der Waldbrand bei Seedorf, bei dem letztlich eine Vielzahl Feuerwehren aus dem Landkreisen Wunsiedel und Tirschenreuth die Schirndinger Wehr unterstützten, besonders erwähnenswert. Der Starkregen im August der sich über Hohenberg und Schirnding entlud, forderte die beiden Wehren Feuerwehren mit überschwemmten Straßen und gefluteten Kellern. Bei einem schweren Verkehrsunfall mussten mehrere Jugendliche mit technischem Gerät durch Kräfte der hohenberger und schirndinger Feuerwehr aus dem verunglückten Pkw befreit werden. Der Verkehrsunfall, zu dem die Hohenberger per sogenannten E-Call gerufen wurden, entpuppte sich dann als eigentlicher Fehlalarm. Die Fahrerin hatte beim Tanken ihr Mobiltelefon aufs Autodach gelegt, das dann später bei der schnelleren Fahrt auf der Bundesstraße 303 vom Dach rutschte und so den Alarm auslöste.

Gemeinsam mit der Feuerwehr Arzberg konnte mit deren neuer Drehleiter auf Einladung von Kommandant Markus Felgenbauer Personenrettung und das Übersteigen von Gebäuden geübt werden. Ein besonderer Tag war der 17. Juni. Der Bayerische Rundfunk filmte die grenzüberschreitende Übung, die von Ehrenkommandant Wolfgang Wilhelm gemeinsam mit der Feuerwehr der tschechischen Nachbargemeinde Liba (Liebenstein) ausgearbeitet worden war. Der Beitrag wurde dann im September in der Sendung „Wir in Bayern“ veröffentlicht und ist immer noch in der Mediathek zu sehen. 

Der Leiter der Jugendfeuerwehr,Thomas Jobst, betreut mit seinem Vertreter Lukas Damrot drei Mädel und fünf Jungen. Ein Höhepunkt im Ausbildungsjahr stellt der sogenannte Berufsfeuerwehrtag dar, bei dem die Feuerwehranwärter, wie eben bei einer Berufsfeuerwehr, 24 Stunden auf der Feuerwache verbringen. Die theoretische Ausbildung wird dabei immer wieder von Alarmen unterbrochen. Brandbekämpfung, Personenrettung bei Verkehrsunfall, Personensuche bei Nacht und technische Hilfeleistungen stehen dabei auf dem Programm. Die Jugendfeuerwehr organisiert auch jährlich den schon traditionellen Kinderfasching.

Nach längerer, coronabedingter Pause wurde die Kinderfeuerwehr wieder aktiviert. Nachdem die bisherige Leiterin Heike Übler gesundheitsbedingt dieses Amt abgab, übernahm dies Corina Schwab. Sie wird unterstützt von Andrea Herzog und Stefanie Wild. Jeden dritten Samstag im Monat treffen sich die Löschzwerge zu Spielen und Bastelarbeiten.

Von einem musikalisch ereignisreichen Jahr berichtete Tanja Chlub, die Leiterin der „Hohbercha Feierwehrkapell’n“. Die Kapelle wurde 2014 vom damaligen Kommandanten Klaus Hoffmann mit Tanja ins Leben gerufen. Erfreulich der Neuzugang von zwei Musikern in 2023, so dass derzeit fünf Frauen und zehn Männer im „Orchester“ musizieren.

Kreisbrandrat Schletz brachte eine besondere Ehrung mit: Er zeichnete Siegfried Paulus mit dem Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes in Silber aus. Kommandant Florian Korb und Vorsitzender Dominik Herzog ehrten mehrere Feuerwehrfrauen und -männer für langjährigen aktiven Dienst und beförderten eine Frau und sechs Männer. Per Handschlag nahm  Kommandanten Florian Korb eine Frau und drei Männer in den aktiven Feuerwehrdienst auf..

Zu Vertrauensleuten der aktiv Dienstleistenden wurden Miriam Lang und Lukas Damrot gewählt.

Erster Bürgermeister Jürgen Hoffmann, selbst „aktiver Feuerwehrler“, gratulierte den Geehrten und Beförderten und bedankte sich bei der Wehr für ihr engagiertes, ehrenamtliches Wirken zur Sicherheit der Allgemeinheit. Er versicherte: „Ich werde mich weiterhin für die finanzielle Unterstützung durch die Stadt einsetzen, auch wenn dies in der heutigen Situation immer schwieriger wird.“

Kreisbrandmeister Thomas Greipel sprach ein Grußwort für Kreisbrand Wieland Schletz, der aus terminlichen Gründen die Versammlung vorzeitig verlassen musste. Er lobte die Kameradschaft und die Verlässlichkeit der Hohenberger Wehr und besonders die Betreuung der Jugend und Kinder.

In seinem Schlusswort bedankte sich Vorstand Herzog bei der Stadt,  der Landkreisfeuerwehr, den benachbarten Wehren und besonders den Spendern.  

 

Kinderfasching

Einen abwechslungsreichen Nachmittag mit unterhaltsamen Spielen erlebten die Kinder im zum Ballsaal umfunktionierten Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr. Zahlreiche helfende Hände der Aktiven und der Jugendfeuerwehr haben schon am Vormittag mit Girlanden und sonstigen Dekorationen in der Fahrzeughalle ein lustiges Faschingsambiente geschaffen.

Viele maskierte Kinder waren gekommen und besonders erfreulich, dass  sich auch Eltern faschingsmäßig ausstaffiert hatten. Als Discjockey Harald im brechend vollen Ballsaal mit passender Musik den Tanz eröffnete, wimmelte es auf der Tanzfläche von Prinzessinnen, Seeräubern, Elfen, Wikingern, Hexen, Feuerwehrmännern, Polizisten, Supermännern und anderen maskierten Kindern. Die Jugendfeuerwehr bediente die Gäste in der Fahrzeughalle. Während Feuerwehrfrau Lea Lippert mit ihren Helferinnen Julia Herzog und Emma Wilhelm mit allerlei Spielen für Kurzweil und Abwechslung bei den Kindern sorgten, konnten sich die Eltern entweder beim Zuschauen des Faschingstreibens oder im Kaffeestübchen, wo zum Kaffee leckere Kuchen und Torten serviert wurden, entspannen. Ob bei der Reise nach Jerusalem oder dem Eierrennen, die Kinder waren mit Begeisterung dabei. Eine besondere Gaudi war das „Schaumgebäck-Essen“. Ohne Zuhilfenahme der Hände mussten die Kinder ein Schaumgebäck essen. Dass dabei die Mundpartie und oft das ganze Gesicht mehr oder weniger „eingecremt“ wurde, war dabei nicht zu vermeiden. Leider musste aus Krankheitsgründen der geplante Auftritt der Tanzmariechen ausfallen. Nach unterhaltsamen Spielen und Wettbewerben stellten sich mit einer Polonaise die vielen tollen Masken zur Prämierung und für die Jury war es eine schwierige Entscheidung einen Sieger zu benennen. Schließlich fiel die Wahl auf den originellen Clown.

Der Leiter der Jugendfeuerwehr Thomas Jobst und sein Vertreter Lukas Damrot hatten wieder für Kinder und Eltern einen erlebnisreichen Faschingsnachmittag organisiert und haben damit wieder einmal bewiesen, dass die Feuerwehr nicht nur im Löschen, Schützen, Retten und Bergen Spezialisten sind, sie sind auch Experten im Organisieren und Unterhalten.